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In das Thema "Wald" im gesamten Ostflügel des 1. Stockwerks stimmt eine zentrale Installation raumhoher Stämme heimischer Laub- und Nadelbäume mit Blättern und einigen bekannten Waldtieren ein. Eine Abfolge von Dioramen und Halb-Dioramen greift die vielfältigen Aspekte auf: Beginnend mit dem "Biotop Fels" — dem einzigen vom Menschen unveränderten, praktisch im Urzustand erhaltenen Lebensraumtyp Deutschlands — mit typischen Bewohnern der Flora und Fauna, darunter seltene Arten wie Uhu und Wanderfalke mit Jungvögeln. Daran schließt ein Diorama "Hangwald" an, dem ein Lernspielgerät mit den als Präparat gezeigten Tieren gegenüber im Raum zugeordnet ist. Durch bunte Seilzüge können spielerisch Verbindungen der Arten durch Nahrung und Wohnung geknüpft werden, die zum Schluß das vielfältig verwobene, ökologische Netzwerk im Wald sichtbar machen.

Weitere Themen sind: "Totholz" als intensiv bevölkerter Lebensraum, der Einfluß der menschlichen Waldnutzung auf die Biotop-Qualität, erkenntlich in zwei Holzmodellen, die "Jahreszeiten" und "Tierspuren", sowie die "Stockwerke des Waldes" mit den jeweiligen Etagenbewohnern aus der Singvogelwelt. Ein Multimedia-Element kombiniert eine Auswahl von Informationen in Bild, Kurztext und Gesang zu den einzelnen Vogelarten. Heimische Greifvogel- und Eulenarten zeigt eine Vitrine im Vergleich, die Flugtypen von Falke, Sperber und den Seglern Bussard und Eule schweben als Präparate an der Raumdecke. In Wort und Bild werden heimische Laub- und Nadelbäume, Waldtypen und die Bedeutung des Waldes für den Menschen angesprochen.

Eine Großraum-Vitrine schließt das Ensemble ab, in deren Zentrum der Betrachter "mitten im Wald" steht: In lebensnaher Dioramen-Gestaltung präsentieren sich Waldformen der Region vom Hochwald bis zu Waldsaum mit Wiese, mit ca. 50 charakteristischen Tierarten. Durch eine Umschalt-
möglichkeit der Beleuchtung kann diese Lebewelt am Tag mit dem "Wald bei Nacht" verglichen werden.



Im Glasveranda-Übergang und Treppenhaus im Mittelteil des 1. Stockes sind eine Kiefern-Baumscheibe mit ca. 350 Jahresringen, und als lebende Beispiele von Waldbewohnern Streifenhörnchen und Waldmäuse zu sehen. Einzelpräparate von Wolf und Braunbär bringen die Problematik regionaler Beutegreifer des Waldes in Erinnerung, die als "Konkurrenten" vom Menschen ausgerottet wurden. Eine Schau-Vitrine im Treppenhaus zeigt einen anfliegenden Kolkraben, gegen den ein Uhu in Abwehrhaltung seine Flügel zum Rad auffächert. Darüber fliegen ein Schwerstgewicht der regionalen Vogelwelt, der Schwan mit 15 kg, neben einer der leichtesten Arten, dem Goldhähnchen mit 5 g.

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